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	<title>Wiwizin.de &#187; Wirtschaft</title>
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	<description>Das Online Wirtschaftsmagazin</description>
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		<title>Quo Vadis Saab</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 18:48:51 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[stuck in the middle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, für Fans der Automarke Saab ist das wirklich eine gute Nachricht: Der schwedische Hersteller überaus teurer Fahrzeuge Koenigsegg übernimmt (wahrscheinlich) Saab und macht aus diesem wieder ein echtes schwedisches Produkt, nachdem es im Jahr 2000 endgültig zu einhundert Prozent in den Besitz des mittlerweile ebenfalls insolventen US-Automobilherstellers GM gegangen ist. Auch in Zukunft wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, für Fans der Automarke <em>Saab</em> ist das wirklich eine gute Nachricht: Der schwedische Hersteller überaus teurer Fahrzeuge <em>Koenigsegg</em> übernimmt (wahrscheinlich) Saab und macht aus diesem wieder ein echtes schwedisches Produkt, nachdem es im Jahr 2000 endgültig zu <em>einhundert</em> Prozent in den Besitz des mittlerweile ebenfalls insolventen US-Automobilherstellers <em>GM</em> gegangen ist. Auch in Zukunft wird es also Autos der Marke Saab geben. Und dazu sogar wieder als echter Schwede. Mit einem großen Fragezeichen muss indes versehen werden, welche markenpolitische Richtung Koenigsegg mit Saab einschlagen wird.</p>
<p><strong>Individueller Technologieavantgardist </strong></p>
<p>Saab galt jeher als Exot unter den europäischen Herstellern und polarisierte regelmäßig die Geschmäcker. Bekanntestes Beispiel ist sicherlich die Modellreihe 900 &#8211; mittlerweile als das &#8220;One-Hit-Wonder&#8221; bezeichnet. Diese führte die bereits im Saab 99 eingeführte Turbotechnik konsequent weiter, und verhalf Saab damit im Zusammenspiel mit außergewöhnlichem Design zu einer markenpolitischen Positionierung als Technologieavantgardist für eine individuelle oder eine sich zumindest für individuell haltende Käuferschicht mit exklusivem Anspruch.</p>
<p><strong>Stuck in the middle</strong></p>
<p>Was angesichts dieser wohlfeilen Positionierung vielleicht den einen oder anderen Marketeer Freudentränen ins Gesicht getrieben hat, muss wohl den Zahlenmenschen bei Saab übel aufgestoßen sein. Denn quantitativ erfolgreich, so wie es ein Autohersteller mit Ambition zur Masse sein muss, ist Saab auf diese Weise nicht geworden. Sicherlich konnte es Saab locker in den Attributen &#8220;Sportlichkeit&#8221;, &#8220;Emotion&#8221; sowie &#8220;Exklusivität&#8221; mit den ebenfalls hochpreisigen Marken <em>BMW</em> und <em>Mercedes</em> aufnehmen. Allerdings wussten davon eindeutig zu wenige und letztendlich fehlte der Marke Saab für das mondän gefärbte Massensegment ein entscheidendes Attribut: die typischer Weise deutschen Autos zugeschriebene &#8220;Sachlichkeit&#8221;. Schließlich begründet sich der Erfolg der beiden benannten deutschen Marken zu einem Großteil im Markt für Firmenwagen. In diesem Sinne war die vermeintlich klare Positionierung wohl eher eine <em>stuck in the middle-</em>Position. Individualität und massentaugliche Sachlichkeit vertragen sich nur schwer oder erfordern zumindest einen markenpolitischen Spagat. Der Strategieabteilung von Saab ist dieser nicht gelungen.</p>
<p><strong>Quo Vadis Saab</strong></p>
<p>Nun ist der Autobauer Koenigsegg nicht gerade bekannt dafür, wesentliche Erfahrungswerte in der Herstellung und Vermarktung massentauglicher Automobile gesammelt zu haben. Mit weniger als <em>einhundert</em> bisher verkaufter Fahrzeuge betritt Koenigsegg also absolutes Neuland. Aber da sich anscheinend nur in sehr kleinen dafür aber ungleich teuren Nischen Gewinn mit geringer Stückzahl erwirtschaften lässt &#8211; Automobilhersteller wie <em>Maserati</em>, <em>Jaguar</em> und <em>Co</em>. habe alle große Muttergesellschaften im Rücken -, muss Koenigsegg versuchen, Saab auch in Zukunft im exklusiven Massensegment zu positionieren. Das trotz jahrelanger Verwässerung durch GM immer noch vorhandene Image der Marke Saab bei einer Vielzahl von heutigen und, genau da liegt das eigentliche Problem, ehemaligen Käufern, muss wieder geschärft und vor allem kommuniziert werden. Für den Anfang sollte eine Wiederauflage des Saab 900 genau das richtige sein. BMW und Fiat sind schließlich mit dem MINI respektive der Modellreihe 500 derzeit auch sehr erfolgreich.</p>
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		<title>Die Finanzkrise, das Geld und die Zukunft?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 21:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[helicopter money]]></category>
		<category><![CDATA[Milton Friedman]]></category>
		<category><![CDATA[Staatsanleihen]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtstheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Großeltern sehe ich nur selten. Das war schon immer so, mit dem Umzug nach Luxemburg ist das auch nicht besser geworden. Über die Feiertage konnte ich aber beide besuchen und von dem einem Opa muss ich wohl mein Interesse für Geld geerbt haben, was sich zugegebenermaßen sowohl auf die theoretische als auch praktische Ebene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Großeltern sehe ich nur selten. Das war schon immer so, mit dem Umzug nach Luxemburg ist das auch nicht besser geworden. Über die Feiertage konnte ich aber beide besuchen und von dem einem Opa muss ich wohl mein Interesse für Geld geerbt haben, was sich zugegebenermaßen sowohl auf die theoretische als auch praktische Ebene bezieht. Auf jeden Fall fragte mich dieser besagte Opa, woher denn der Staat jetzt das Geld für die Banken, Autohersteller und sonstige derzeit reichlich vorhandene Bittsteller nehmen würde.</p>
<p><strong>Helicopter money</strong></p>
<p>Zunächst einmal ist festzustellen, dass es sich bei den vom Staat zur Verfügung gestellten Geldern nicht um sogenanntes <em>helicopter money</em> handelt. Dieser Begriff lässt sich auf eine Idee <em>Milton Friedmans</em> zurückzuführen, die vorschlägt, den Individuen einer sich in einer Liquiditätsfalle befindenden Gesellschaft direkt finanzielle Mittel ohne den &#8220;Umweg&#8221; über Finanzintermediäre (Banken usw.) zur Verfügung zustellen, es also vom Himmel oder eben vom Helikopter regnen zu lassen. Unabhängige Zentralbanken, die sich dadurch auszeichnen, dass sie keiner staatlichen Kontrolle obliegen, drucken allerdings aus vielerlei berechtigten Gründen nicht einfach so Geld, was zwingende Voraussetzung für <em>helicopter money</em> wäre. Die Europäische Zentralbank wurde ebenfalls nach dem Unabhängigkeitsprinzip entworfen. Sie führt also das bewährte Modell der Deutschen Bundesbank fort, druckt demnach allerdings auch kein Geld.</p>
<p><strong>Wie finanziert der Staat seine Rettungsaktionen </strong></p>
<p>Wenn das Drucken von Geld als sowieso wenig dauerhafte Lösung ausfällt, bleibt dem Staat lediglich seine originäre und prinzipiell einzige Finanzierungsquelle: seine Bürger. Das mag trivial klingen, ist aber entscheidendes Kriterium für die volkswirtschaftliche Bewertung von Rettungspaketen, Rettungsschirmen oder sonstigen vom Staat geschnürten Finanzpaketen bei denen effektiv Geld fließt und nicht lediglich Garantien ausgesprochen werden. Dazu allerdings erst später mehr. An dieser Stelle sei lediglich darauf hingewiesen, dass es nicht unbedingt Steuergelder sein müssen, die der Staat für die Finanzierung der versprochenen Pakete verwendet. Im Falle der Finanzkrise ist es sogar unwahrscheinlich, lassen sich damit einhergehende Steuererhöhungen in rezessiven Phasen &#8211; vom Superwahljahr 2009  sei ohnehin abstrahiert &#8211; doch kaum rechtfertigen. Übrig bleibt also einzig und allein der Weg der Neuverschuldung. Der Clou an der ganzen Sache ist nun, dass der Staat eben nur eine einzige Quelle der Neuverschuldung kennt: seine Bürger (von ausländischen Investoren sei der Einfachheit halber abgesehen).</p>
<p><strong>Staatsanleihen müssen bedient werden</strong></p>
<p>Indem also der Bürger direkt oder indirekt (z.B. über Lebensversicherungen) Staatsanleihen oder Bundeswertpapiere erwirbt, finanziert er die Neuverschuldung des Staates. Für welche Zwecke sein auf Zeit veranlagtes Geld allerdings ausgegeben wird, liegt nicht in seiner Hand. So ist es demnach durchaus möglich, dass ein &#8220;Öko&#8221; mit seinem Geld die Autoindustrie rettet. Vorerst entscheidender ist aber die Tatsache, dass der Staat seine begebenen Anleihen irgendwann auch bedienen muss. In der staatsökonomischen Idealvorstellung geschieht dies in wirtschaftlichen Boomphasen, während die Begebung vor allem in rezessiven Phasen erfolgt. Die Realität sieht freilich anders aus. So reichten die letzen Jahre wirtschaftlichen Wachstums zuletzt lediglich für eine knappe schwarze Null im Bundeshaushalt, an den Abbau bereits bestehender Staatsverschuldung war überhaupt nicht zu denken. In diesem Sinne verschiebt der Staat über den Umweg der Neuverschuldung die eigentliche Finanzierung lediglich in die Zukunft. Und diese Zukunft wird schlussendlich doch der Steuerzahler finanzieren.</p>
<p><strong>Welche Fragen wir uns stellen müssen</strong></p>
<p>Natürlich ist das alles nichts Neues. Denn erst über den Prozess der andauernden von den Bürgern finanzierten Neuverschuldung konnte die Bundesrepublik Deutschland ihren von den Bürgern weiterhin zu finanzierenden Schuldenberg anhäufen. Gerade vor dem Hintergrund des globalen Charakters der aktuellen Finanzkrise drängen sich unserer Gesellschaft damit wiedermal zwei essenzielle Fragen auf: 1) <em>Wie lange wollen wir noch die Finanzierungslast der (Neu-)Verschuldung auf nachfolgende Generationen verschieben?</em> Und die wohl relevantere 2) <em>Welche auf Neuverschuldung basierende Investitionen halten einer wohlfahrtstheoretischen Betrachtung stand oder sind wohlfahrtstheoretisch gar zu bevorzugen?</em></p>
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		<title>Das Wort des Tages: konzertiert</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 19:51:08 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Finanzwelt, Wirtschaft und überhaupt alle Beteiligten und Betroffenen haben auf die heutige konzertierte Zinssenkung der großen Zentralbanken gewartet. Nach einer etwa halbstündigen Erholung der Aktienmärkte ging es sogleich weiter mit der Talfahrt.
Konzertiert ist wohl eine Ableitung des Wortes &#8220;Konzert&#8221;. Damit soll sicherlich auf den angenehmen Klang eines gut zusammenspielenden Orchesters abgestellt werden. Letzteres entspricht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzwelt, Wirtschaft und überhaupt alle Beteiligten und Betroffenen haben auf die heutige <em>konzertierte</em> Zinssenkung der großen Zentralbanken gewartet. Nach einer etwa halbstündigen Erholung der Aktienmärkte ging es sogleich weiter mit der Talfahrt.</p>
<p>Konzertiert ist wohl eine Ableitung des Wortes &#8220;Konzert&#8221;. Damit soll sicherlich auf den angenehmen Klang eines gut zusammenspielenden Orchesters abgestellt werden. Letzteres entspricht in diesem Fall den Zentralbanken, die heute alles aus ihrem geldpolitischen Instrumentarium herausgeholt haben. Dem Paukenschlag allerdings wurde seine überraschende Wirkung versagt. Das Überraschungsmoment als ganz eigenes Instrument der Geldpolitik musste in diesem Fall sein Ziel verfehlen. <em>Zum einen</em> konnte bereits vor der Senkung keine Rede von kontraktiven Zinsen sein. <em>Zum anderen</em> nutzt es den Aktiven auf den kurz- und mittelfristigen Geldmärkten reichlich wenig, wenn die Differenz zwischen gehandelten oder besser gestellten Preisen und von Zentralbanken vorgegebenen Preisen nun um 50 Basispunkte zu-, anstatt um x Basispunkte abnimmt.</p>
<p>In diesem Sinne mag die globale Geldpolitik heute sehr wohl konzertiert gespielt haben. Nur war es eben das falsche Stück zum falschen Zeitpunkt für Adressaten, die momentan sowieso kein offenes Ohr haben. Es bleibt also vorerst nur zu hoffen, dass die Zentralbanken keine weitere wertvolle Munition ihres klassischen Arsenals verschießen. Eine Lösung der eigentlichen Vertrauenskrise erfordert anscheinend andere Mittel. Sollte dies schlussendlich doch die rettende, für den Liberalismus allerdings sehr bittere Staatspille sein, sind viele das zukünftige Finanzsystem betreffende Fragen zu klären.</p>
<p>Eines jedoch sollte schon jetzt betont werden. Es ist vor allem die Diversifikation, die Risiken im weltweiten Finanzsystem minimiert, weniger der konzertierte Gleichklang. Schließlich war es letzterer, der viele Akteure in die gleichen Assets investieren ließ.</p>
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		<title>Integrative Wirtschaftsethik</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 17:30:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>he</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wirtschaftsethik ist ein gar nicht mehr so neuer Wissenschaftszweig, der hierzulande &#8211; und anderswo wohl auch &#8211; kaum Beachtung findet. An nur wenigen Universitäten gibt es Kurse oder gar einen Lehrstuhl. Das merkt man, wie ich meine.
Worum geht es dabei? Die einzige Leitzahl, die in der modernen Wirtschaft zählt, ist die Ertragssteigerung und der damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirtschaftsethik ist ein gar nicht mehr so neuer Wissenschaftszweig, der hierzulande &#8211; und anderswo wohl auch &#8211; kaum Beachtung findet. An nur wenigen Universitäten gibt es Kurse oder gar einen Lehrstuhl. Das merkt man, wie ich meine.<br />
Worum geht es dabei? Die einzige Leitzahl, die in der modernen Wirtschaft zählt, ist die Ertragssteigerung und der damit verbundene Shareholder Value. Das reicht nicht aus, finden Leute wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Ulrich_%28%C3%96konom%29">Peter Ulrich</a>. Sie plädieren für eine ganzheitliche Sicht des Wirtschaftens. <em>Peter Ulrich</em> prägt in seinem Buch „Integrative Wirtschaftsethik&#8221; den Begriff Stakeholder Value und meint damit alle am Unternehmen und an dessen Handeln Beteiligte. Dazu gehören neben den Aktionären auch die Mitarbeiter, die Kunden, die Mitbewerber, die Nachbarn, die Behörden und nicht zuletzt die Umwelt. Der Ertrag in Euro, Dollar oder Yen sollte nicht länger als der einzige Parameter des Unternehmensgewinns gelten. Vielmehr sollten auch Werte wie zum Beispiel das Ansehen des Unternehmens, der langfristige Unternehmensbestand und das umweltverträgliche und gesetzeskonforme Produzieren als Gewinn betrachtet werden, die zugegebenermaßen nur schwer zu bestimmen sind. Dem steht das gegenwärtige Entlohnungssystem des Managements entgegen, bei dem es ausschließlich um die Quartalsbilanzen geht. Diese verengte Sicht auf das Quartalsergebnis behindert das Unternehmen in seiner Entwicklung und schadet langfristig auch den Aktionären.<br />
<em> Peter Ulrichs</em> integrative Wirtschaftsethik zeigt Wege aus dieser Sackgasse auf, die hin zu einer lebensdienlichen Ökonomie führen können, von der alle Beteiligten profitieren.</p>
<p>Die integrative Wirtschaftsethik umfasst, wie es im Klappentext heißt, nach der Begründung des vernunftethischen Standpunktes, drei Grundaufgaben:</p>
<p>1.</p>
<p>die Kritik der reinen ökonomischen Vernunft und ihrer normativen Überhöhung zum Ökonomisus. (Sachzwangdenken und blinder Glaube an den globalen Markt)</p>
<p>2.</p>
<p>die Klärung der ethischen Gesichtspunkte einer lebensdienlichen Ökonomie (Sinnorientierung und Legitimitätsgrundlagen des wirtschaftlichen Werteschaffens)</p>
<p>3.</p>
<p>die Bestimmung der Orte der Moral des Wirtschaftens in einer Gesellschaft freier Bürger (Wirtschaftsbürgerethik, Ordnungsethik, Unternehmensethik)</p>
<p>Das Thema Wirtschaftsethik ist keines, das man sich mal so nebenbei „reinziehen&#8221; kann. Es erfordert schon ein gewisses Maß an Einarbeitung, aber sich damit zu beschäftigen erweist sich regelmäßig als lohnend. Wer sich näher mit dem Thema befassen möchte, kann sich wegen einer Bücherliste gern an mich wenden.</p>
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		<title>Das war doch abzusehen..</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 23:13:02 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[bear stearns]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;bear stearns war ja schon seit langem der erste Wackelkandidat, es war klar, dass, wenn eine fällt, dann zuerst bear stearns (&#8230;) Es ist aber auch ebenso in der Bankenbranche klar, wer jetzt die nächsten Kandidaten sind (&#8230;)&#8221;
Leider verzichtet Prof. Mark Wahrenburg von der Universität Frankfurt im weiteren Verlauf des Interviews in der Sendung &#8220;Börse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;bear stearns war ja schon seit langem der erste Wackelkandidat, es war klar, dass, wenn eine fällt, dann zuerst bear stearns (&#8230;) Es ist aber auch ebenso in der Bankenbranche klar, wer jetzt die nächsten Kandidaten sind (&#8230;)&#8221;</em></p>
<p>Leider verzichtet <em>Prof. Mark Wahrenburg</em> von der Universität Frankfurt im weiteren Verlauf des Interviews in der Sendung &#8220;Börse im Ersten&#8221; vom 17. März (<a href="http://boerse.ard.de/idx_tv_archiv.jsp?idx=0">Archiv</a>) auf die Benennung der &#8220;klaren&#8221; nächsten Wackelkandidaten. Schade. Denn mit dieser Information lässt sich dieser Tage doch sicherlich eine Menge Geld verdienen. Aber es ist ja auch viel logischer, erst im Nachhinein darauf hinzuweisen, dass man etwas bereits wusste. Da riskiert man zumindest keine Prognosefehler und steht später trotzdem gut da.</p>
<p>Nein, <em>Herr Wahrenburg</em> hat das Post-Glaskugel-Wissen ganz sicher nicht für sich alleine gepachtet. Mit diesem Wissen sind regelmäßig viele Experten gesegnet. Dass die Subprime-Krise, dann Hypothekenkrise und jetzt die Finanzkrise mit all ihren Folgen &#8220;selbstverständlich&#8221; abzusehen war, habe ich zumindest in den letzten Monaten schon einige Male gehört und gelesen.</p>
<p>Damit soll aber auf keinen Fall verneint werden, dass es unmöglich gewesen ist, die Bankenkrise vorherzusagen. Nur erzählen eben nicht diejenigen, die es vielleicht ahnen oder gar <em>hundertprozentig</em> wissen, freimütig in &#8220;Börse im Ersten&#8221;, dass sie Papiere im Bestand haben, die ihnen unter Umständen den Job kosten werden. Leider erzählt aber später auch keiner der Vorgesetzten (sofern nicht selber entlassen) von geschassten Bankmanagern, dass selbige bereits viel früher gefeuert worden wären, wenn sie aus Risikogründen auf das lange Zeit lukrative Engagement in die entsprechenden Papiere verzichtet hätten.</p>
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		<title>Landesbanken belasten das öffentlich-rechtliche Bankwesen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Feb 2008 23:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Landesbanken]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlich-rechtliches Bankwesen]]></category>
		<category><![CDATA[Sparkassen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits in den 1990iger Jahren standen die Landesbanken massiv in der Kritik. Was nicht zuletzt mit Hans-Werner Sinns Abrechnung ["Der Staat im Bankwesen: zur Rolle der Landesbanken in Deutschland", 1997, C.H. Beck Verlag, München] begann, entwickelte sich sowohl auf akademischer als auch politischer Ebene zu einer ausgeschweiften Debatte über die Daseinsberechtigung des öffentlich-rechtlichen Bankwesens.
Stein des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits in den 1990iger Jahren standen die Landesbanken massiv in der Kritik. Was nicht zuletzt mit <em>Hans-Werner Sinns</em> Abrechnung ["Der Staat im Bankwesen: zur Rolle der Landesbanken in Deutschland", 1997, C.H. Beck Verlag, München] begann, entwickelte sich sowohl auf akademischer als auch politischer Ebene zu einer ausgeschweiften Debatte über die Daseinsberechtigung des öffentlich-rechtlichen Bankwesens.</p>
<p>Stein des Anstoßes waren vor allem die ehemalige Gewährträgerhaftung und Anstaltslast, die den öffentlich-rechtlichen Banken, allen voran den Landesbanken als Spitzeninstitute der Sparkassen-Finanzgruppe, uneingeschränkte Bonität und damit wesentlich günstigere Refinanzierungskosten als den privaten Kreditinstituten ermöglichten. Eine von der Europäischen Bankenvereinigung am 21. Dezember 1999 bei der Europäischen Kommission eingereichte Wettbewerbsbeschwerde gegen Anstaltslast und Gewährträgerhaftung führte schließlich zum gewünschten Resultat: Seit dem Ende der Übergangszeit am 18. Juli 2005 gilt die Gewährträgerhaftung für neue Verbindlichkeiten der öffentlich-rechtlichen Banken nicht mehr.</p>
<p><strong>Ohne Wettbewerbsvorteile tun sich die Landesbanken schwer</strong></p>
<p>Gelangten damit die Landesbanken aufgrund der wettbewerblichen Gleichstellung mit privaten Instituten einerseits zumindest teilweise aus der Kritik, waren sie andererseits genötigt, ihr Geschäftsmodell den weggefallenen Zinsvorteilen anzupassen. Angesichts ihrer ehedem vergleichsweise schwierigen Ertragslage und ihres schwammigen Geschäftsmodells, stand die notwendige Neuorientierung unter keinem guten Stern. Und vor dem Hintergrund der immer neuen Hiobsbotschaften im Zusammenhang mit der Immobilienkrise scheint letzterer nun endgültig unterzugehen. Aber sonderlich schlimm wäre das nicht.</p>
<p><strong>Die Aufgaben der Landesbanken</strong></p>
<p>Der öffentliche Auftrag der Staatsbanken legitimiert ihre Existenz. Das privatwirtschaftliche Motiv der Gewinnmaximierung ist kein Bestandteil diesen Mandats, auch wenn eine gewisse Gewinnerzielung notwendige Voraussetzung für die Erfüllung des öffentlichen Auftrages ist. Und eben genau dies unterscheidet sie von den privaten Instituten. Mit der Entwicklung der Landesbanken zu Universalbanken mit international ausgerichteten &#8220;Großbank-Ambitionen&#8221; haben sie sich allerdings von der reinen Erfüllung des öffentlichen Auftrages, und damit von ihrer wichtigsten originären Aufgabe, entfernt. Die Last dieser Geschäftspolitik trägt jetzt der Steuerzahler, der eigentlich von den Staatsbanken profitieren soll:</p>
<blockquote><p>(1) Die Bank hat insbesondere die Aufgaben einer Staatsbank sowie einer Kommunal- und Sparkassenzentralbank. Sie hat durch ihre Geschäftstätigkeit den Freistaat Bayern und seine kommunalen Körperschaften einschließlich der Sparkassen in der Erfüllung öffentlicher Aufgaben, insbesondere der Strukturförderaufgaben, zu unterstützen.</p></blockquote>
<p>[Gesetz über die Bayerische Landesbank (Bayerisches Landesbank-Gesetz - BayLBG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Februar 2003; <a href="http://by.juris.de/by/gesamt/LBankGiroErG_BY_2003.htm#LBankGiroErG_BY_2003_rahmen">Quelle</a>]</p>
<p>Mit der Sparkassenzentralbank-Funktion wird im zitierten Gesetzestext eine weitere  originäre Aufgabe der Landesbanken angesprochen. Jedoch erscheint es mehr als diskussionswürdig, ob für diese Aufgabe wirklich 11 (!) Landesbanken (einschließlich der Sachsen LB und der LRP Landesbank Rheinland-Pfalz) benötigt werden. Immerhin braucht es mit der DZ Bank und der WGZ-Bank lediglich 2 Spitzen-Institute für die Erfüllung der Zentralbankfunktion im Genossenschaftssektor, dessen Institutsanzahl mit über 1.000 die Anzahl der Sparkassen-Institute weit übersteigt. Mit Effizienz in der Aufgabenerfüllung hat das also wenig zu tun.</p>
<p><strong>Die Immobilienkrise als Chance für die Sparkassen-Finanzgruppe</strong></p>
<p>Die Debatte über die Existenzberechtigung der Landesbanken wird in Zukunft wieder heftiger geführt werden, das ist sicher. Die Sparkassen-Finanzgruppe sollte diese Gelegenheit beim Schopfe packen und sich einer internen Konsolidierung der Landesbanken nicht entgegenstellen. Neben der Realisierung von Kostenvorteilen, könnte damit auch die öffentliche Wahrnehmung der staatlichen Banken positiv beeinflusst werden. Der öffentliche Auftrag als prägendes Wesensmerkmal des Sparkassen hat sich genauso wie das 3-Säulen-System der deutschen Bankenlandschaft bewährt. Aus der Krise der Landesbanken darf also keine Krise des öffentlich-rechtlichen Bankwesens werden. Selbstverständlich obliegt eine weitere Konsolidierung nicht allein der Entscheidung der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Verhandlungsposition einiger Ministerpräsidenten ist momentan allerdings günstig eingeschränkt.</p>
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