<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wiwizin.de &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://www.wiwizin.de/category/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.wiwizin.de</link>
	<description>Das Online Wirtschaftsmagazin</description>
	<lastBuildDate>Sun, 28 Feb 2010 21:27:25 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Zum Unterschied zwischen relativer und absoluter Armut</title>
		<link>http://www.wiwizin.de/2010/02/17/zum-unterschied-zwischen-relativer-und-absoluter-armut/</link>
		<comments>http://www.wiwizin.de/2010/02/17/zum-unterschied-zwischen-relativer-und-absoluter-armut/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 16:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommensverteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelschicht]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wiwizin.de/?p=96</guid>
		<description><![CDATA[Da hat also das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine von den Medien dankbar aufgenomme Studie vorgestellt, die auf den ersten Blick wirklich erschreckend ist.  Gut, erschreckend bleibt sie auch auf den zweiten Blick, aber qualitativ auf eine ganz andere Art und Weise, als es uns der journalistische Filter weismachen möchte.
Es mag absolut richtig sein, dass heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat also das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) eine von den Medien <em>dankbar</em> <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/276/503498/text/?page=2" target="_self">aufgenomme</a> <a href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.347305.de/10-7.pdf" target="_self">Studie </a>vorgestellt, die auf den ersten Blick wirklich erschreckend ist.  Gut, erschreckend bleibt sie auch auf den zweiten Blick, aber qualitativ auf eine ganz andere Art und Weise, als es uns der journalistische Filter weismachen möchte.</p>
<p>Es mag absolut richtig sein, dass heute vergleichsweise mehr Menschen an oder unter der Armutsgrenze leben, als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Dieser Sachverhalt ist aber unbedingt nicht (!) mit der Aussage gleichzusetzen, die Menschen seien heutzutage allgemein ärmer. Denn das, was das DIW misst, ist nicht die absolute Armut, sondern die relative Armut (&#8221;relative Einkommensarmut&#8221;). Also das Verhältnis aus Einkommen des betrachteten Individuums zum mittleren Einkommen aller Individuen eines Landes.</p>
<p>Ein Beispiel: Stellen wir uns eine Ökonomie bestehend aus 10 Individuen vor, die ausschließlich jeweils 10 Schafe besitzen und damit gleich reich bzw. vermögend sind. Sollte eines dieser Individuen durch einen wie auch immer gearteten externen Effekt 990 Schafe dazu bekommen, hat sich an der Vermögenssituation der anderen 9 Individuen nichts geändert. Absolut sind diese gleich vermögend geblieben. Relativ betrachtet hat sich allerdings das mittlere Einkommen (Vermögen) von ehemals 10 auf nun 109 Schafe je Individuum erhöht. Und nach der Definition der EU-Kommission sind damit die 9 Individuen von gestern auf heute arm geworden, da ihr Verhältnis aus Einkommen von 10 Schafen zum neuen mittleren Einkommen von 109 Schafen mit weniger als 10 v.H. weit unter der definitorischen Armutsschwelle von 50 v.H. liegt.</p>
<p>Leider wird in den meisten Artikeln und Kommentaren zu solchen Armutsstudien nicht auf diesen kleinen aber unter Umständen entscheidenen Unterschied hingewiesen. Und sei es nur, um klarzustellen, dass zwar niemand absolut ärmer geworden ist, dafür aber große Teile der Bevölkerung von einer Einkommenserhöhung ausgeschlossen sind, sprich nicht an einer Wohlfahrtserhöhung partizipieren konnten. Und ein so festgestellter Anstieg relativer Armut wäre in der Tat sehr erschreckend.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wiwizin.de/2010/02/17/zum-unterschied-zwischen-relativer-und-absoluter-armut/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Elite trägt Verantwortung</title>
		<link>http://www.wiwizin.de/2008/04/13/elite-tragt-verantwortung/</link>
		<comments>http://www.wiwizin.de/2008/04/13/elite-tragt-verantwortung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 16:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelschicht]]></category>
		<category><![CDATA[Shareholder Value]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftselite]]></category>
		<category><![CDATA[Wohlfahrtstheorie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wiwizin.de/2008/04/13/elite-tragt-verantwortung/</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe Julia Friedrichs &#8220;Gestatten: Elite&#8221; noch nicht gelesen, auch wenn es so omnipotent in den Feuilletons besprochen wurde, vielleicht auch zu recht. Es sei aber zumindest zum Anlass genommen, die Thematik aufzugreifen.
Ich weiß nicht so genau, wer oder was Elite ist. Diese Frage erscheint mir auch gar nicht so wichtig. Interessanter und damit in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe <em>Julia Friedrichs</em> &#8220;Gestatten: Elite&#8221; noch nicht gelesen, auch wenn es so omnipotent in den Feuilletons besprochen wurde, vielleicht auch zu recht. Es sei aber zumindest zum Anlass genommen, die Thematik aufzugreifen.</p>
<p>Ich weiß nicht so genau, wer oder was Elite ist. Diese Frage erscheint mir auch gar nicht so wichtig. Interessanter und damit in gewisser Weise auch offener ist doch eher die Frage, durch was sich Eliten auszeichnen oder auszeichnen sollten.</p>
<p><strong>Vom Liberalismus</strong></p>
<p>In einem Studium der Wirtschaftswissenschaft gewinnt man eine gewisse Sympathie für den absoluten Liberalismus. Zwar werden mit Hilfe der Marktversagenstheorie auch staatliche Eingriffe begründet, zum Großteil offenbaren die wirtschaftswissenschaftlichen Theorien und Modelle allerdings die positiven Wohlfahrtseffekte liberaler Märkte. Daran soll auch grundsätzlich kein Zweifel bestehen. Was ich allerdings gerne zur Disposition stellen würde, ist die Frage, wie viel Liberalismus eine Gesellschaft verträgt?</p>
<p>Die betriebswirtschaftliche Ausrichtung einer Unternehmung auf die Maximierung des Shareholder Value ist konsistent. Sie ist konsistent in dem Sinne, dass den Shareholdern das Unternehmen gehört und sie ein Recht darauf haben, ihr eingesetztes Kapital höchstmöglich verzinst zu wissen. Es ist ebenso für jeden Betriebswirtschaftler und Volkswirtschaftler klar, dass die Grenzproduktivität des Kapitals auch aus Wohlfahrtstheoretischen Gründen zu maximieren ist. Das Kapitel <a href="http://www.wiwizin.de/2008/02/20/nokia-und-die-politik-%e2%80%93-zwischen-schadensbegrenzung-und-anreizproblemen/">Nokia</a> wäre demnach geklärt. Auch wenn in diesem Rahmen die positiven Wohlfahrtseffekte Deutschland nur wenig offensichtlich treffen und politisch schwer bzw. gar nicht erklärbar sind.</p>
<p><strong>Wer profitiert von Unternehmensgewinnen </strong></p>
<p>Was ich allerdings hinsichtlich der gesellschaftlichen Stabilität &#8211; hier sei insbesondere eine gesunde und prosperierende Mittelschicht gemeint &#8211; als problematisch erachte, ist die Tatsache, dass lediglich ein Bruchteil der Gesellschaft selbst &#8220;Shareholder&#8221; ist. Laut <a href="http://www.dai.de/">Deutschem Aktieninstitut</a> besaßen im Jahre 2007 lediglich 10 Mio. Deutsche selbst Aktien oder Fonds. Dies entspricht einem relativen Anteil von 12 v.H., und damit werden die Gewinne börsennotierter Unternehmen auf eine überschaubare Gruppe von Individuen verteilt, die, so ist zu befürchten, keinen Querschnitt unserer Gesellschaft abbilden.</p>
<p>Das Credo des Liberalismus stellt es nun jedem Individuum frei, sich an einem Unternehmen zu beteiligen und von dessen Gewinnen gleichsam zu profitieren. Aber genau hier liegt der Knackpunkt.</p>
<p><strong>Elite muss Verantwortung übernehmen</strong></p>
<p>Wenn die Mehrheit der Gesellschaft nicht in der Lage oder gewillt ist, sich an Unternehmen zu beteiligen, liegt die soziale Verantwortung in meinen Augen auch bei den Shareholdern und ihren Agenten für eine gewisse Gleichverteilung der Gewinne zu sorgen. Geschenke sind damit keinesfalls gemeint, ob freiwillig oder unter staatlichem Zwang. Ganz im Gegenteil, die negativen Anreizwirkungen sind eklatant. Aber wenn man den Begriff der Elite &#8211; zugegebener Maßen sehr einseitig und somit vollkommen unvollständig &#8211; auf die sogeannte Wirtschaftselite reduziert, so sind es eben letztere, die durch ihre Entscheidungen einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten können.</p>
<p>Was spricht dagegen, aus einer sozialen Verantwortung heraus, Entlassungen soweit wie möglich zu vermeiden? Was spricht dagegen, grundsätzlich alle Arbeitnehmer an den Unternehmensgewinnen zu beteiligen?</p>
<p>Es wäre mir ein Leichtes, Gründe zu finden, die betriebswirtschaftlich und letztendlich auch volkswirtschaftlich dagegen sprechen. Solange allerdings die von beispielsweise Massenentlassungen generierten Wohlfahrtsgewinne lediglich einer kleinen Gruppe von Individuen zuteil werden, ist selbige gefragt, ihrer Gesellschaft, denen sie ihr Glück zu verdanken hat, etwas zurückzugeben. Sei es durch soziales Engagement, durch die Ausbildung junger Menschen oder eben durch eine wie auch immer geartete Aufteilung bzw. Weitergabe von Gewinnen.</p>
<p>Was mit einer Gesellschaft passiert, in der es nicht mehr gelingt, einen Großteil ihrer Mitglieder zu steigendem Wohlstand zu verhelfen, möchte ich mir nicht vorstellen. Dies ist allerdings auch nicht nötig. Ein Blick auf die politische und wirtschaftliche Weltkarte reicht vollkommen aus.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wiwizin.de/2008/04/13/elite-tragt-verantwortung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
